Wie können gefrorene Quellen wieder sprudeln?

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        "Jedoch, wie schwer ist es, das Zeichen
        nicht an die Stelle der Sache zu setzen,
        das Wesen immer lebendig vor sich zu haben
        und es nicht durch das Wort zu töten."


        Johann Wolfgang von Goethe





        Es war ein faszinierender Anblick. Unvermutet zeigte sich mir während eines Spaziergangs in winterlicher Kälte die kristalline Struktur erstarrten Quellwassers in der steinernen Fassung eines Brunnens. Anmutig schwebten schockgefrorene Strömungen in klarem Weiß über dunklem Brunnenboden. Faszinierend war für mich die stille Schönheit ihrer erstarrten Bewegtheit. Normalerweise verbinde ich mit Erstarrung etwas anderes: Lähmung, Lieblosigkeit, Leblosigkeit.

        In unserer Sprache sind Begriffe wie "Kälte" und "Erstarrung" beliebte Metaphern für kalte Konflikte und rigide Verhaltensmuster, die lebendiges Miteinander verhindern. Das sprichwörtliche Eis soll gebrochen werden, damit wieder etwas anderes möglich wird. Wenn wir von Kaltherzigkeit, frostigem Tonfall und eisiger Atmosphäre sprechen, meinen wir damit nicht die angenehmen, herzerwärmenden Aspekte menschlicher Verbundenheit. Wenn es ganz schlimm kommt, ziehen sich unsere Sinne von der Welt zurück, funktionieren wir allenfalls noch automatenhaft und sind kaum mehr als körperlich anwesend.

        Das Schreckliche fühlt sich nicht schön an - wozu es also noch wahrnehmen?

        Die Antwort muss natürlich jeder für sich finden - für mich ist es hilfreich, mir bewusst zu sein, wie teuer mich der Rückzug vom Fühlen zu stehen kommt, - und damit ist nicht nur Geld gemeint. Der Preis, den wir für unsere Abwesenheit zahlen, beschreibt C. Otto Scharmer - Senior Lecturer am Massachussetts Institute of Technology (MIT) - anschaulich mit seiner "Theorie U" [1], die ich in meinem vorherigen Essay Nr. 18: Sinn. Auf der Suche nach dem verlorenen "Wozu" bereits vorgestellt habe - jedoch nur zur Hälfte. Während die erste Hälfte seines Modells die verschiedenen Ebenen der Aufmerksamkeit beschreibt, die wir durchlaufen, wenn wir in Verbindung kommen mit uns selbst, den anderen und der Welt als Ganzes ("Presencing"), beschreibt die zweite Hälfte seines Modells den Prozess des Abwesendwerdens ("Absencing"). Je abwesender, desto grösser ist das zerstörerische Potential unseres Wirkens.

        Otto Scharmer unterscheidet vier Stufen der Abwesenheit:


        1. Erstarrt in Reflexen

        Erstarrung auf dieser Ebene stellt die erste Stufe der Abwesenheit dar. Wir landen dort, wenn wir an unseren Wahrnehmungsschablonen festhalten und nicht bereit sind, uns überraschen und durch neue Erfahrungen korrigieren zu lassen. Unaufmerksam nehmen wir unsere Umwelt und Mitmenschen durch die gewohnte "Brille" wahr und reagieren gedankenlos. Das ist effizient, weil es wenig Energie bedarf, verhindert jedoch auch differenzierende Wahrnehmung und neue Erfahrungen. Menschen, die wir noch gar nicht kennen, schreiben wir schnell aufgrund ihrer Herkunft, Kleidung, Status, Rolle oder ihres Berufes Eigenschaften und Neigungen zu, bevor wir überhaupt ein Wort mit ihnen gewechselt haben. Diese erste schnelle vorurteilsbehaftete Interpretation von Sinneseindrücken hat zwar durchaus ihren Nutzen, weil sie uns erlaubt, die stetige Informationsflut, die auf uns einstürzt, zügig auf eine grobe Skizze des Möglichen zu reduzieren. Die Fähigkeit zu blitzschnellem Handeln war vermutlich in unserer Evolution eine sehr erfolgreiche Überlebensstrategie: Lieber einmal irrtümlich ein harmloses Geräusch als Zeichen eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs durch ein Raubtier deuten, als einmal zu wenig. Man lernt nur aus Fehlern, wenn man diese auch überlebt. Und auch sonst könnten wir ohne nützliche Vorannahmen kaum einen Tag erfolgreich bewältigen. Die Ampel springt auf Grün. Ich verlasse mich auf mein Vorurteil, dass die Ampeln der Querstraße nun auf rot stehen und das herannahende Auto von rechts schon halten wird - obwohl ich den Fahrer gar nicht kenne. Allerdings wird diese auf vereinfachenden Vorannahmen beruhende Wahrnehmung schnell zu einer so flachen wie beschränkten Weltsicht, wenn wir unsere Vorurteile nicht mehr durch neue Erfahrungen ergänzen und korrigieren lassen. Eine bisher nur im Zerrspiegel unserer Vorurteile wahrgenommene Person werden wir niemals in ihrer Einzigartigkeit frisch kennenlernen, wenn wir nicht immer wieder bereit sind, uns überraschen zu lassen. Alles Wahrnehmen ist vorläufig. In diesem Sinne verstehe ich die Goethes Worte als Einladung, offen zu bleiben: "Jedoch, wie schwer ist es, das Zeichen nicht an die Stelle der Sache zu setzen, das Wesen immer lebendig vor sich zu haben und es nicht durch das Wort zu töten." [2]


        Zudem können eingeschliffene Erwartungshaltungen auch zu einer außerordentlichen Gefahr werden. Ein traurig-berühmtes Beispiel hierfür ist der Absturz des Space Shuttle "Challenger" der NASA im Jahre 1986. Das Phänomen der Erstarrung in gewohnten Reiz-Reaktions-Mustern trug laut dem Physiker und Nobelpreisträger Richard P. Feynman, der Mitglied der Untersuchungskommission war, neben anderen Ursachen ebenfalls zur Katastrophe bei:

        "Das Management pflegte auch einen fahrlässigen Umgang mit routinemäßigen Überprüfungen - die Computer und die Software des Space Shuttle [...] bestanden problemlos alle Tests, und so wogen sich die Manager in falscher Sicherheit - da die Tests ohnehin immer erfolgreich waren, könne man sie doch abschaffen. Dazu verharmloste die NASA Zwischenfälle, die das Leben der Astronauten nicht unmittelbar gefährdeten - etwa die O-[Dichtungs-]Ringe, die bei einigen vorherigen Raketenstarts Abnutzungserscheinungen gezeigt hatten." [3][4]


        2. Erstarrt in einer Wahrheit

        Während wir auf der ersten Stufe nur an gewohnten Wahrnehmungsschablonen und damit verknüpften Handlungsmustern festhalten, beharren wir auf der nächsten Stufe auf unseren Sichtweisen, Erklärungsmustern und Wirklichkeitskonstruktionen, selbst dann, wenn wir mit Informationen konfrontiert sind, die unsere bisherige "Wahrheit" in Frage stellen. Notfalls werden Fakten unterschlagen oder manipuliert. Mitunter werden auch die Quellen der störenden Informationen, die nicht in unser Bild passen, in Zweifel gezogen, als unglaubwürdig abgetan oder einfach lächerlich gemacht. Auf diese Weise immunisieren wir unser Bild der Wirklichkeit gegen unliebsame neue Fakten. Auf dieser Stufe der Abwesenheit weigern wir uns, loszulassen und dazu zu lernen, weil wir die Konsequenzen einer neuen Sichtweise scheuen. Auch hier dient als trauriges Beispiel wieder die Challenger-Katastrophe:

        Zwei Ingenieure der Firma Morton-Thiokol, welche die Feststoffraketen für das Space Shuttle Programm lieferte, hatten am Tag vor dem Unglück in einer sechsstündigen Telefonkonferenz versucht, die Verantwortlichen bei NASA davon zu überzeugen, dass ein Start bei so niedrigen Temperaturen, wie sie zum Zeitpunkt des Starts herrschen würden (11 °C), zu gefährlich wäre, da sie ihre Feststoffraketen bei solch tiefen Temperaturen noch nicht getestet hatten und es schon bei etwas höheren Temperaturen eindeutige Hinweise auf die schwindende Belastbarkeit von Dichtungsringen gab. Aus diesem Grund rieten die Verantwortlichen von Morton-Thiokol zunächst von einem Start ab. Nachdem jedoch die NASA deutlich machte, wie sehr sie nach einer bereits zweimal stattgefundenen Verschiebung aus anderen Gründen nun ein OK erwartete (steigende Kosten, drohender Verzicht auf einen öffentlichkeitswirksamen Start kurz vor einer Rede von Ronald Reagan zur Lage der Nation!), knickte das obere Management von Morton-Thiokol zum Entsetzen ihrer eigenen Experten schließlich ein und gab trotz deren eindringlichem Abraten ihr OK zum Start - vermutlich, um die Irritation eines solch wichtigen Kunden abzuwenden. [5] Das Ergebnis ist bekannt.


        3. Erstarrt in einem Wir

        Wenn wir uns mit Gleichgesinnten nicht nur zusammentun, um etwas gemeinsam zu erreichen, sondern auch abschotten und andere abwerten und ausgrenzen, verabschieden wir uns noch mehr vom Ganzen. Unter "Ganzes" wird hier schlicht all das verstanden, in das wir eingebettet sind und den Boden und Rahmen für unser Leben bieten: übergeordnete Systeme wie zum Beispiel Familie, Organisationen, Gesellschaft, Biosphäre. Erstarrung in einem Wir bedeutet mehr als die natürlich empfundene Zugehörigkeit zu einer Wertegemeinschaft (Verein, Partei), einer Organisation oder einer Familie. Es findet eine Abwertung, Ausgrenzung oder gar Bekämpfung anderer statt. Die Haltung kann lauten: "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns". Wenn es jetzt um Fakten geht, die den unmittelbaren Interessen der Gruppe widersprechen, droht innerhalb der Gruppe demjenigen, der es wagt, zu den Fakten zu stehen, als Nestbeschmutzer beschimpft oder gar ausgestoßen zu werden. Im Falle des Challenger-Unglücks ereilte dieses Schicksal beispielsweise den früheren Chef-Ingenieur Roger Boisjoly, der nicht nur bis zu Letzt dafür gekämpft hatte, dass der Start verschoben wird, sondern später auch der Untersuchungskommission wichtige Dokumente zuspielte, die halfen, die Dynamik zu verstehen, die schließlich dazu geführt hatte, dass trotz großer Bedenken der Start der Challenger genehmigt wurde. Chef-Ingenieur Boisjoly - nun ein sogenannter "Whistleblower" - wurde von seinem früheren Arbeitgeber beschuldigt, Dokumente herausgegeben zu haben, von deren Existenz die Untersuchungskommission doch noch nicht mal Ahnung gehabt und somit auch nie danach gefragt hätte - es sei also gar nicht nötig gewesen, so etwas zu tun. Selbst in seiner Gemeinde, für die er einmal Bürgermeister gewesen war, wurde er dafür beschuldigt, unnötig Arbeitsplätze gefährdet zu haben, in dem nun ein "schlechtes Licht" auf das Unternehmen Morton-Thiokol fiel. Dass erst durch diese unangenehmen Enthüllungen verstanden werden konnte, was schief gelaufen war und somit die Sicherheit zukünftiger Space-Shuttle-Flüge gezielt erhöht werden konnte, wurde von denjenigen, die das "schlechte Licht, das nun auf das Unternehmen fiel" beklagten, geflissentlich übersehen.

        Ich vermute, dass Edward Snowden, der die Machenschaften des US-Geheimdienstes NSA aufgedeckt hat, das Phänomen des erstarrten Wir bei seinem früheren Arbeitgeber ebenfalls zur Genüge erlebt hatte und deshalb keine andere Chance sah, als die Wahrheit außerhalb des Systems ans Licht zu bringen.

        4. Erstarrt in einem Willen

        Auf dieser Stufe haben wir uns maximal von dem, was als beste mögliche Zukunft durch unser Zutun werden könnte, entfernt, denn nun gilt nicht mehr, dem Wohl des Systems, dessen Teil wir sind, zu dienen, sondern nur das zu suchen, was der Befriedigung unserer individuellen Bedürfnisse dient - und zwar maximal, koste es was es wolle. Die Finanzkrise 2008 zeigte zum Beispiel, was geschieht, wenn die Banken als Teil des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Systems nur noch die Maximierung der eigenen Interessen ("Rendite") im Sinn hat - und das auf Kosten anderer (zum Beispiel auf Kosten der Kleinsparer, denen waghalsige Finanzprodukte aufgeschwatzt wurden, deren Risiken sie zwar im Kleingedruckten hätten nachlesen können, dies aber im Vertrauen auf ihren Bankberater nicht taten [6]) Diese destruktive Haltung ist nicht zu verwechseln mit einem Gestaltungswillen, der ebenfalls eigene Interessen im Fokus hat, jedoch nicht einsame Entscheidungen trifft, sondern seine Interessen in einen gemeinsamen Entscheidungsfindungsprozess einfließen lässt, der von Dialog (3. Und 4. Ebene der Aufmerksamkeit: einfühlsamer und schöpferischer Dialog) geprägt ist. Was dem Wohle des Ganzen dient, entscheidet auf diese Weise also nicht eine Person, welche die Deutungshoheit selbstherrlich für sich beansprucht, sondern finden alle Beteiligten in einem gemeinsamen schöpferischen Dialog. [7]

        Im Beispiel der Challenger-Katastrophe hatten die verantwortlichen Manager die Vorteile eines planmäßigen Startes für das Image der NASA über die Sicherheit der Astronauten gestellt. Es gibt keinerlei Hinweise, dass die Astronauten, mit deren Leben so fahrlässig gespielt wurde, über diese Fakten informiert, geschweige denn in den Entscheidungsprozess mit einbezogen waren. So empfahl Richard Feynman aufgrund der Ergebnisse der Untersuchungskommission, unter anderem dieses nicht zu vergessen:

        "Der Wirklichkeitssinn muss Vorrang vor Werbung haben, denn die Natur lässt sich nicht zum Narren halten."[8]



        Vier Stufen - ein Prinzip

        Die vier Stufen der Abwesenheit verbindet das Prinzip des Festhaltens: Festhalten an gewohnten Wahrnehmungen und Wahrheiten, um eine vermeintliche Kontrolle behalten - vermeintlich, weil sie sich häufig als illusionär herausstellt, wie zum Beispiel die Finanzkrise zeigte. Es sieht ganz danach aus, dass wir mehr Verbundenheit nur dann finden können, wenn wir bereit sind, Kontrolle aufzugeben. Im "Antiraum des Abwesend Werdens" ("Absencing") hingegen trennen wir uns vom Ganzen und dienen nicht mehr dem, was werden will, sondern machen uns selbst zum Maß aller Dinge und diese uns untertan.

        Otto Scharmer sieht drei Verbindungen gekappt, wenn wir uns durch unser Streben nach maximaler Kontrolle und Sicherheit in den von ihm so genannten "Antiraum des Abwesendwerdens" hinein bewegen:

        Wir verlieren den Kontakt zu ...

        • ... unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen (horizontal) und sind nicht mehr einfühlsam verbunden
        • ... unserem eigenen Selbst (vertikal) und sind nicht mehr authentisch im Sinne unseres Wesens
        • ... der bestmöglichen Zukunft, die nur durch uns werden kann (vertikal)


        Nun zurück zu der Frage: Wie können gefrorene wieder Quellen sprudeln?

        Tauen und Trauen. Tauen, wenn es sich um eine Wasserquelle handelt. Trauen und Tauen, wenn der Zugang zu unserer inneren Quelle der Inspiration und Intuition gefroren ist. Denn sie beginnt am ehesten wieder zu sprudeln, wenn wir mutig loslassen: Gewohnte Wahrnehmungs- und Verhaltensmuster, unseren Anspruch, im Besitz einer einzig gültigen Wahrheit zu sein und unsere Fixierung auf unsere eigenen Interessen ohne die anderen gehört, geschweige denn berücksichtigt und in die Entscheidung mit einbezogen zu haben. Manchmal reicht dieses Trauen schon und wir sind wieder im Kontakt mit uns, den anderen und dem was werden will.

        Mitunter sind die Quellen der Intuition und Inspiration jedoch außerdem durch gefrorene Gefühle versiegelt: Ärger und Wut und darunter nicht gefühlte Schmerzen und Enttäuschungen, all das vereist in einem Panzer aus Bitterkeit und Zynismus ("Bleib mir vom Leib mit dieser Sozialromantik!"; "Der Mensch lässt sich nur über Angst und Gier führen"; "Wenn wir den schmutzigen Job nicht machen, macht’s jemand anderes. Warum also auf das Geld verzichten?"). Wenn wir so festhalten an diesem vermeintlichen Schutz des Nicht-Fühlens, verlieren wir den Kontakt zu uns selbst und dem nicht kontrollierbaren Fluss des Lebens. Wie sollen wir noch empfänglich sein, wenn wir uns als Antwort auf die Widrigkeiten des Lebens derart verschließen? Wen überrascht es da noch, dass wir uns trauen müssen, eingefrorene Gefühle aufzutauen und wieder wahrzunehmen, wenn wir aus unserer gemeinsamen Quelle der Inspiration und Intuition wieder schöpfen wollen, um die beste mögliche Zukunft durch uns werden zu lassen?


        Was den abgebildeten Brunnen angeht - da habe ich ganz dem nahenden Frühling vertraut.


        Ingo Heyn, März 2014

        P.S: Siehe hier den bewegenden Bericht (Video) der New York Times: Major Malfunction: Revisiting Challenger






        Weblinks

        • Die konstruktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven, Meinungen und Interessen ist unverzichtbar für demokratische Gesellschaften und gemeinsames Lernen in Unternehmen. Wir erleben eine Polarisierung öffentlicher Debatten und eine bedrohlich zunehmende Neigung, Andersdenkenden nicht mehr zuzuhören, das Gespräch zu verweigern und sie nur noch abzuwerten, ja zu bekämpfen und mundtot zu machen. In dem Artikel ''The Dying Art of Disagreement'', erschienen in der New York Times, wirbt Bret Stephens dafür, sich in der Kunst der Auseinandersetzung zu üben - zum Wohle der Freiheit und Demokratie. Auch mit schrecklich anmutenden Andersdenkenden - ein äusserst inspirierender Artikel finde ich:
          The Dying Art of Disagreement

         Fussnoten 

        1. Scharmer, C. Otto: Theorie U - Von der Zukunft her führen - Presencing als soziale Technik, Carl-Auer Verlag, 2009

        2. Johann Wolfgang von Goethe: Farbenlehre, Schlussbetrachung über Sprache und Terminologie §§ 754

        3. http://de.wikipedia.org/wiki/Challenger-Katastrophe

        4. siehe auch: Weick, K. E.; Sutcliffe, K. M. :Das Unerwartete managen: Wie Unternehmen aus Extremsituationen lernen, Schäffer-Poeschel Verlag, 2010.

        5. http://www.theguardian.com/science/2001/jan/23/spaceexploration.g2

        6. siehe zum Beispiel Artikel Der kranke Gorilla ("Der Spiegel" 5/2008) Auszug: "[...] Die Hauptschuldigen sind längst identifiziert. Und es sind nicht die neureichen Spekulanten der Hedgefonds- und Private-Equity-Szene, die bisher als die größte Bedrohung der Weltfinanzmärkte galten. Es sind die Banken - und zwar alle Vertreter dieses Gewerbes: die modernen angelsächsischen Investmentbanken, die klassischen Großbanken und die eher biederen deutschen Landesbanken, die sogar ganz besonders. Sie alle haben die klassischen Prinzipien der Branche verraten: Sie haben Kredite an Leute gegeben, die nie welche hätten bekommen dürfen, in einem Ausmaß, das jeden vernünftigen Rahmen sprengt. Und sie haben die Risiken, die sie nie hätten eingehen dürfen, verschleiert. [..] Zunächst verführten die Banken in den USA Menschen, die es sich eigentlich nicht leisten konnten, dazu, mit billigen Krediten Immobilien zu kaufen. Dann verpackten sie diese Forderungen in hochkomplizierte, neuartige Finanzprodukte, die sie gegen hohe Gebühren weltweit an Investoren verkauften. Die wussten häufig gar nicht genau, welche Zeitbomben da nun auf einmal in ihren Portfolios schlummerten. Sie wollten es wohl auch gar nicht wissen; Hauptsache, die Rendite stimmte.[...]"

        7. Sinn. Auf der Suche nach dem verlorenen "Wozu"

        8. zitiert nach Feynman, Richard, P.: "Kümmert Sie, was andere Leute denken?" Neue Abenteuer eines neugierigen Physikers. Piper Verlag, 1988, Seite 231




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